Neuenhaus bis Gomel

Neuenhaus bis Gomel

Radtouren, insbesondere mit einem Liegerad, eigneten sich schon immer für spektakuläre Aktionen. Und so entstand 2006 diese außergewöhnliche Radtour für einen guten Zweck und ich bewarb sie auf der (inzwischen gelöschten) Homepage www. Neuenhaus-Gomel.de:

Katja und Schenja

1986 hatte die Tschernobyl Katastrophe eine Welle der Hilfsbereitschaft hervorgerufen. Viele Familien in der ganzen Welt fanden sich bereit, Kinder aus der betroffenen Region zur Erholung aufzunehmen. Auch unsere Familie beteiligte sich an der Einladungsaktion und das kleinste Mädchen einer großen Besuchergruppe aus Weißrussland wurde uns zugeteilt. Sie hieß Katja, hatte lange dünne geflochtene Zöpfe, war damals 8 Jahre alt und passte somit vom Alter ungefähr zu meiner Tochter. In den nächsten 10 Jahren kam sie in den Sommermonaten für 4-6 Wochen zu uns nach Neuenhaus und brachte in späteren Jahren ebenfalls ihre aus Gomel stammende Freundin Schenja mit. Im Laufe der Jahre hatte sich ein herzlicher Kontakt mit Katja und ihren Eltern entwickelt. So erfuhren wir auch, dass in der Region Gomel und Weißrussland wirklich jede Hilfe erforderlich ist.

Immer wieder wurde uns bewusst, wie weit die Entfernung zwischen Gomel und Neuenhaus ist – und immer mehr reifte in mir der Wunsch, diese Entfernung sowie Land und Leute in Weißrussland mit dem „Liegerad“ zu erleben!

Reisen in Etappen – die Alternative

Es brauchte einige Zeit, bis ich die Idee hatte, wie ich meinen Wunsch in die Tat umsetzen könnte – ich teile die gesamte Strecke in drei, nahezu gleich lange Etappen (Neuenhaus-Berlin; Berlin-Warschau; Warschau-Gomel).

Die Vorbereitungen (Visa beantragen etc.) konnten somit zeitnah und außerdem konkreter geplant werden. Das eigentliche Abenteuer würde sicherlich die Fahrt durch Weißrussland, rechnete ich mir aus. Aber die musste erst in Angriff genommen werden, wenn ich schon Deutschland und Polen bereist hatte.

Meine Sponsoring – Idee

Für jeden Kilometer suchte ich „1,- € Sponsoren“, um die Kinderhilfsaktion finanziell zu unterstützen. Firmen bezahlten 2,- € pro Kilometer. Dafür durfte die Firma in meiner Sponsorenliste ein Werbelogo einbringen. Die Sponsorenliste erschien mit den jeweiligen Links/Fotos etc. auf einer Homepage.

So hoffte ich, mit dem finanziellen Beitrag, den Kindern aus Weißrussland zu helfen. Tatsächlich gelang es mir auch, ca. 2.000 € an die Kinderhilfsaktion zu sammeln.

115 000 Klicks

Auch nach meiner Reise blieb die Homepage erhalten. Ich stellte fest, dass nach einigen Jahren über 115 000 (!) Besucher aus aller Welt meine Homepage angeklickt hatten.

Mein Buch

In meinem Buch: „Die außergewöhnlichen Radtouren eines Bürokraten“ habe ich die gesamte spannende Reise beschrieben.

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