Morgens um 10:19 ist die Welt schon/noch in Ordnung ;-)

Morgens um 10:19 ist die Welt schon/noch in Ordnung ;-)

Schon 325 Radler von der Fahrradzählstation an diesem noch so jungen Tag erfasst. Hätte nicht gedacht, dass es so viele sind!
Und die Gesamtkilometer von 34 363 lassen erkennen, dass durchschnittlich fast 2300 Radler am Tag diese Station passieren. Respekt!

(Die Fahrradzählstation wurde am 02.08. 2021 gestartet – das Foto ist vom 17.o8.)

Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, regelmäßig und ganz bewusst auf diesen Zähler zu schauen um ein künftig untrügerisches Gefühl für die Fahrradnutzung in Nordhorn zu bekommen!

Eigentlich ist es ja toll, dass viele Autofahrer jetzt auch mehr Rad fahren. Je mehr Fahrrad gefahren wird,

  • umso weniger Autos sind im Stadtverkehr unterwegs,
  • tun mehr Menschen etwas für ihre Gesundheit und sind entspannter!

Es wird enger und voller

Aber es wird auch voller, schneller und enger auf den Radwegen. Ungewohnt voll und auch gefährlicher! Der Platz wird halt auf immer mehr Fahrradnutzer verteilt!

Heute passiert es mir immer öfter, dass Radfahrer anhalten, wenn sie mir als Liegerad- oder Liegedreiradfahrer auf einem Radweg entgegenkommen. Offensichtlich ein Zeichen, dass sich diese “Entgegenkommer” zu beengt, oder sich nicht ganz sicher fühlen. Vor allem, wenn sich immer mehr unterschiedliche oder breitere Fahrräder wie Lastenräder, Kinderanhänger, Dreiräder, Liegedreiräder begegnen, wird das sehr deutlich. Denn, viele Radwege sind zu schmal, vor allem im Sommer, wenn sie häufig zugewachsen sind. (Man stelle sich einmal vor, ein Autofahrer müsste bemängeln, dass die Straßen soooo zugewachsen wären!!!)

Gesehen auf meiner Radtour von Nordhorn nach Vechta

Grafschaft bundesweit führend :-)!

Spätestens seit Corona und insbesondere als das e-bike seinen Siegeszug angetreten hat, ist das Fahrrad “das Verkehrsmittel der Zukunft”. Übrigens: Hier in der Grafschaft ist bundesweit die höchste Dichte an e-bikes!

Der Anteil an ebikes liegt in der Grafschaft bei 26,4 Prozent!

Und jetzt?

Führt der steigende Radverkehr schon bald dazu, dass man womöglich auch nicht mehr entspannt, gemütlich und erholsam unterwegs sein kann, sondern vielleicht nur noch zu untypischen Zeiten? Um dem Radverkehr aus dem Weg zu gehen?
Kann man bald womöglich nicht mehr am Wochenende, wenn hunderte, nein, vielleicht sogar tausende Menschen das umweltfreundliche Fahrrad für sich neu entdeckt haben, eine Radtour machen?
Am Nordhorn-Almelo-Kanal kann man sicherlich weiter entspannt fahren. Aber auf den anderen Radwegen?

Es wäre schön, wenn die Politik diese Situation erkennt und entsprechend vorausschauend Verkehrspolitik macht. Schon jetzt gibt es zu diesem Thema Untersuchungen, wie sich die Radnutzung in den nächsten 20 Jahren entwickelt!

“Mehr Platz für das Rad”

Der ADFC fordert daher seit mehreren Jahren: “Mehr Platz für das Rad” Und wer sich dieser Forderung anschließen will, der sollte sich auch engagieren und für diese Forderung eintreten.

Wir, („die alten, weißen Männer“) in der Grafschaft würden uns freuen wenn auch Du mitmachst! 😉

Fahrradfahren ist für mich wie ein kleiner Urlaub.
(Wigald Boning, deutscher Comedian, Autor und Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2012, *1967)

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