Was will mir der Künstler (Hinterlasser/Verursacher) damit sagen?

Was will mir der Künstler (Hinterlasser/Verursacher) damit sagen?

Und – ist das eigentlich ein Fahrradthema?

Auslöser für diesen Artikel war dieses kleine, auf der Bank abgestellte Tütchen mit den Hinterlassenschaften irgendeines Hundes.

Ich habe mich bei meinem morgendlichen Lauf gefragt, was uns das Hündchen oder wohl eher sein „Herrchen/Frauchen“ damit sagen wollte?!

  • Kann das wohl irgendein anderer wegbringen? Ich stell das zumindest schon einmal sichtbar auf die Sitzbank! Dann muss man es doch sehen! Oder:
  • …ist mir zu schwer – nehme ich auf dem Rückweg wieder mit! Oder:
  • …man kann doch den Hundekot nicht einfach liegen lassen – wenn da einer reintritt! Oder:
  • …der nächste Mülleimer ist noch sooooo weit entfernt, sicherlich kennt ein anderer Spaziergänger einen Mülleimer, der nicht so weit entfernt ist und nimmt ihn dann gleich mit! Oder:
  • …hier wird sicherlich bald gemäht, da stelle ich das Tütchen lieber einmal etwas höher, sonst wird noch der ganze gefledderte blaue Plastikmüll in der schönen Natur verteilt!

Vielleicht hat er es auch nur einfach vergessen?!

Vielleicht hat er es auch nur einfach vergessen?! Aber in den nächsten Tagen konnte sich das “Herrchen/Frauchen” wohl immer noch nicht an seine Hinterlassenschaft erinnern, obwohl er sicherlich noch öfters daran vorbeigegangen sein muss! Denn gleich aussehende Tütchen fand ich in den folgenden Tagen an meiner Laufstrecke regelmäßig an anderen Stellen. Oder alle anderen Hundebesitzer präferieren ebenfalls denselben Plastiktütenhersteller!

Ich werde es wohl nie herausbekommen, was Herrchen/Frauchen sich gedacht haben, aber nach einer guten Woche war das Tütchen dann plötzlich weg. 🤷‍♂️

Möchte wohl wissen, wer sich da erbarmt hat, oder wer sich da (glücklicherweise) wieder erinnert hat?!

In der Folge wurde ich etwas sensibler, was die Hinterlassenschaften meiner Mitbürger anbetraf. Und ich nahm mir vor, zukünftig Müll zumindest einmal pro Woche an meiner Hausstrecke zu sammeln und in einem direkt an der Strecke liegenden Mülleimer zu entsorgen. Einige Wochen habe ich das durchgehalten. Dann hatte ich das Gefühl, dass sich auch einzelne mitfühlende Mitbürger wohl auch schon an diesen Zustand gewöhnten und sich in der Folge womöglich bewusst ihres Mülls an meiner Walkingstrecke entledigten. Denn gefühlt wurden die Hinterlassenschaften immer mehr, und das wollte ich auch nicht noch fördern! Und so stellte ich meine „Plogging“ Aktivitäten enttäuscht und genervt wieder ein!

Plogging ist ein Kofferwort, gebildet aus den Bestandteilen „plocka“ (schwedisch aufheben; pflücken) und Jogging, und steht für eine Natursportart, bei der – zumeist organisiert und mit Handschuhen sowie Abfallbehältnissen ausgestattet – die Vermüllung der Landschaft bekämpft sowie der Müll dem Recyclingkreislauf zugeführt wird.

Wikipedia

Ist dies eigentlich auch ein Fahrradthema und für meinen Blog geeignet?

Offensichtlich war ich nicht der Einzige, dem derartige “Liegenschaften” am Wegesrand auffielen. Es ist zwar bisher kein klassisches Fahrradthema, aber in einer unserer regelmäßigen ADFC-Besprechungen wurde ebenfalls der Müll am Weges- und Fahrradwegesrand von anderen Radfahrern und Rad Aktiven thematisiert. Ich habe lange nur zugehört, was die anderen Radler zu berichteten hatten, aber es deckte sich mit meinen traurigen Beobachtungen. Es ist unglaublich, was Menschen alles in der Natur, an Radwegen, Sitzgelegenheiten und Radhütten wissentlich hinterlassen. Vielleicht fällt ihnen das auch gar nicht mehr auf!?

Auch in dieser Runde überlegten wir, ob es nicht eine Tugend wäre, z. B. drei Dinge am Tag vom Wegesrand mitzunehmen und an geeigneter Stelle zu entsorgen?! Jeder könnte sich ja einmal diese Frage stellen! Oder noch besser – die Dinge, die man selbst entsorgen will, selbst zu Hause zu entsorgen!

Alles zwar wohl nur „Peanuts“ angesichts der großen Umweltprobleme die wir uns selbst geschaffen haben, aber es zeigt ein wenig die Einstellung, und den geringen Respekt, den wir unserer Umwelt entgegenbringen!

So habe ich mir überlegt, Fotos von diesen “Hinterlassenschaften am Wegesrand” zu sammeln und von Zeit zu Zeit als Bildobjekt der Öffentlichkeit zu zeigen. Vielleicht findet sich der ein oder andere dann als Ideengeber für ein neues “Kunstwerk” wieder, oder man bekommt das Bild ins Bewusstsein zurück und verzichtet vielleicht in Zukunft auf diese hässliche und unnötige Entsorgungspraxis.

Hier meine erste Fotomontage:

An die ADFC-Aktiven in der Grafschaft gerichtet: Ich bin auch an Euren Fotos von „Liegenschaften am Wegesrand“ interessiert. Vielleicht können wir ja so viele Menschen gegen oder für dieses Thema sensibilisieren!?

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