Der Dienstag ist uns heilig!

Der Dienstag ist uns heilig!

Kanalüberquerung 😉

Wir sind kein religiöser Bund, obwohl uns der Dienstag inzwischen seit 12 Jahren heilig ist.

Wir sind auch keine politische Gruppe, obwohl wir uns den Namen “Grafschafter Liegeradfraktion” gegeben haben.

Kurze Pause

Wir sind einfach nur eine Gruppe von max. 10 Personen, die sich während der Sommerzeit jeden Dienstag Abend um 18:30 Uhr treffen und gemeinsam mit unseren Liegerädern die Grafschaft Bentheim und die niederländische Grenzregion erradeln. Mal sportlich ambitioniert, mal gemütlich plauschend, auf Augenhöhe pedalierend, zufrieden mit uns und der ganzen Welt.

Vor der reformierten Kirche…

Direkt vor der reformierten Kirche in Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim versammeln wir uns, wenn die Straßen eine Stunde vor Startzeit trocken sind. Diese unbestimmte Definition hat eigentlich in den letzten 12 Jahren immer ausgereicht, um den Absprache-Aufwand möglichst gering zu halten. Dabei wohnen wir nicht alle an einem Ort. Aber offensichtlich reicht diese Definition für eine funktionierende Terminabstimmung. Es gab immer wieder Motivationshinweise per Mail oder inzwischen in der WhatsApp Gruppe kurz vor dem Start, die sich insbesondere um die Wetterprognosen drehten. Aber nötig waren sie nicht wirklich. Viel zu sehr freuten wir uns auf diesen Tagesabschluss im Kreise einiger liegeradbegeisterter Radfahrer.

18:30 Uhr ist für alle Teilnehmer zu schaffen!

Die Arbeit ist erledigt, die Woche noch lange genug, um Verpflichtungen auch später noch nachkommen zu können. Das Liegerad lockt uns in den Feierabend. Ich habe mich zwar schon aus dem Arbeitsleben verabschiedet, aber der Biorhythmus der Arbeitswoche steckt mir noch in den Knochen.

Die erste Viertelstunde nutzen wir, um uns auf den aktuellsten Stand zu bringen und allen Nachzüglern die Chance der Teilnahme zu ermöglichen. Und dann geht es los. Spontan wird ein Ziel entwickelt. Dabei spielte allerdings rückblickend gesehen ein niederländischer „Eisbauer” (ein landwirtschaftlicher Betrieb mit eigener Eisproduktion) allzu oft eine dominante Rolle.

Gerade in den ersten Jahren kamen wir abends immer noch auf 50–60 km. Inzwischen haben sich die Entfernungen auf bis 40 Kilometer reduziert. Ein Tribut an das Alter, oder an das leckere niederländische Eis?

Start in die Saison

Unsere Liegeradsaison startet seit Jahren an Karfreitag mit einem Besuch bei einem bekannten Liegeradhersteller. An diesem speziellen Feiertag besteht für externe Teilnehmer die Möglichkeit die Kunst des Liegeradfahrens zu erlernen. Henk, der Besitzer von Nazca stellt eine Auswahl von Liegerädern auf unsere individuellen Körpergrößen ein und wir probieren diese Räder gerne aus. Neulinge erlernen zunächst in Nijeveen den Umgang mit einem Liegerad und versuchen in moderatem Tempo ein Gleichgewicht auf dem noch unbekannten Liegerad zu entwickeln. Gegen Ende der 40 km langen Rundstrecke haben sie die Vorteile eines Liegerades bereits erkannt und sind ebenfalls an dem typischen breiten Grinsen auf dem Rad zu erkennen, wenn sie am Nachmittag wieder von dieser Rundstrecke zurückkehren.

Viele Teilnehmer dieses Kennenlernens sind Teilnehmer unser Dienstagsrunde geblieben, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass mehrere Nazca Liegeräder sich dienstags zu unserer Tour einfinden.

Gemeinsamer Saisonschluss

Zum Ende des Jahres feiern wir den Saisonabschluss mit einer Radtour an einem Samstag mit abschließendem Grillen. Im Wechsel stellt in jedem Jahr ein Teilnehmer seinen Grill zur Verfügung, besorgt entsprechende Kaltgetränke und alle anderen bringen einen Salat, oder Brot o. ä. mit.
Wir genießen noch das Tageslicht für die gemeinsame Rundfahrt und bei den letzten Sonnenstrahlen stehen wir am Grill und freuen uns schon auf das kommende Jahr.

In diesem Jahr ist durch Corona doch alles anders! Noch immer stehen wir in den Startblöcken und warten sehnsüchtig …

Aber irgendwann geht es dann wieder – und wir genießen unsere Liegeradtour durch die Niedergrafschaft, wie man auf diesem Video erkennen kann 🙂

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