Von der Grafschaft Bentheim bis zu den Pyrenäen

Von der Grafschaft Bentheim bis zu den Pyrenäen

1824,34 km in 9 Tagen – das geht wohl nur mit dem Liegerad!

Eine ganz besondere Pilgerreise mit dem Liegerad. Ich wollte alleine sein und Zeit haben für mich!

Der September stellte sich als idealer Reisezeitraum dar. Die Campingplätze waren leer, das Wetter noch immer ideal für einen Radurlaub. Doch schon am 2. Reisetag passierte etwas schreckliches!

Textauszug aus meinem Buch:

Ich war bei gutem Wetter schon nahezu 200 Kilometer gefahren, als ich in Liége (Lüttich) in einen breiten, mehrspurigen Kreisverkehr einbog. Plötzlich bemerkte ich, wie mich ein riesiges, dunkles Auto vor sich herschob! Der Fahrer schaute nach links, um sich innerhalb des Kreisverkehrs auf die innere Spur zu schieben, erhöhte seine Geschwindigkeit und nahm mich als Radfahrer in diesem Gewusel gar nicht wahr. Intuitiv erkannte ich die Gefahr, merkte, dass ich dem Autofahrer nicht bewusst war und warf ich mich zur Innenseite. Ich lag im Kreisverkehr auf dem Boden und rappelte mich geistesgegenwärtig wieder hoch, um nicht von anderen Autos überfahren zu werden. Der riesige Wagen bremste mit laut quietschenden Reifen und überfuhr dabei mein Hinterrad. Der Fahrer, ein tiefschwarzer Mann mit zwei riesigen weißen Augäpfeln, die vor Schreck fast aus dem Gesicht hüpfen wollten, sprang verzweifelt hinter dem Lenker hervor. Mein Liegerad hatte eine ziemliche Acht im Hinterrad. Ich verspürte nicht einmal Schmerzen und konnte nur Abschürfungen am Arm feststellen. Ansonsten war am Fahrrad alles reparabel – schätzte ich die Situation schnell ein…

Einen umfassenden Reisebericht findest Du in meinem Buch: „Die außergewöhnlichen Radtouren eines Bürokraten“

Neuenhaus bis Lourdes im September
„Schleicher im Vorderrad“

Aber ich habe es geschafft!

Die Rückreise mit dem TVG war dann aber schon ein Erlebnis für sich. Denn die Fahrradmitnahme im Zug war eigentlich nicht erlaubt! 🙂

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