Werde Allwetterradler!

Werde Allwetterradler!

Am 12. Februar 2021 ist der „Internationale Winter Bike to Work Day“, also der internationale Winter-Fahrradpendlertag! D e r Tag für alle Allwetterradler!

Noch nichts davon gehört? Dabei gibt es diesen Gedenktag bereits schon seit mehreren Jahren.

Konkret organisierten die beiden finnischen Fahrradaktivisten Pekka Theola und Timo Perälä schon 2013 die erste internationale Winter Cycling Conference (WCC) in Oulu, aus der am 8. Februar 2013 auch die erste Auflage des heutigen Aktionstags hervorging. Und das mit reger Beteiligung. Denn allein im nordfinnischen Oulu registrierten sich damals mehr als 600 Personen für den(das) Event. Die Stadt nahe dem Polarkreis stellte in diesem Jahr somit die meisten Teilnehmer.  Wenn man die klimatischen Bedingungen in dieser Region bedenkt, so ziehe ich meinen virtuellen Hut vor diesen Radfahrern.

Damit aber nicht genug. Im Anschluss an diese Konferenz gründeten Theola und Perälä die Winter Cycling Federation (WCF), die fortan diesen Aktionstag veranstaltet und sich weltweit für die Schaffung entsprechender Bedingungen für winterliches Radfahren einsetzt. Denn, so die Kernbotschaft, mit der passenden Infrastruktur (inkl. Winterdienst) ist das Fahrradfahren fast überall ohne Spezialausrüstung möglich.

Und bei uns?

Hier in der Grafschaft Bentheim finden wir vergleichsweise deutlich bessere Rahmenbedingungen für eine Fahrradnutzung im Winter vor. Nicht bloß, dass es nur ganz selten verschneite Verkehrswege gibt, auch die öffentliche Meinung zum Radfahren ist sehr viel positiver als in anderen Regionen. Trotzdem höre ich immer wieder die Aussage: „Im Sommer…“ – oder auch „in meiner Freizeit fahre ich gerne Rad!“

Dabei ist es in keiner Weise ungesund, bei widrigen Wetterverhältnissen das Fahrrad zu nutzen. Eher im Gegenteil. Gerade im Winter kann meine seine Abwehrkräfte stärken, wenn du als Allwetterradler auch bei kaltem Wetter mit dem Rad fährst.

Aus meiner über 30-jährigen Fahrradpendler-Erfahrung hat sich bei mir irgendwann ein „jetzt erst recht“ Effekt eingestellt. Immer dann, wenn viele Menschen schon bei etwas schlechteren Wetterverhältnissen wie selbstverständlich ins Auto steigen, habe ich mich bewusst und besonders fröhlich auf mein Liegerad gelegt. Manchmal sogar mit einem Lied (Singing in the rain…) auf den Lippen . Und ich habe es genossen. Bei allzu widrigen Bedingungen, wie vereistem Radweg etc., fuhr ich mit einem anderen Rad oder mit Spikesbereifung. Es ist wie eine Herausforderung, auf jede Wettersituation eine Antwort zu entwickeln!

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… vor einem Kindergarten entdeckt

Fazit: Werde Allwetterradler!

1. Kleide Dich nach dem „Zwiebelmodell“ mit mindestens drei Schichten übereinander. Unter diesem Begriff findest Du jede Menge Hinweise im Netz!  

2. Investiere in gute Kleidung, die man auch beim Wandern oder Skifahren tragen kann. Hier sollte man auf die sogenannte Funktionsbekleidung setzen. Derartige Stoffe saugen sich nicht voll, sondern leiten die Flüssigkeit weiter an die nächste Schicht. Wer schon einmal mit einem durchgeschwitzten Baumwolle-Shirt im Büro sitzen muss, weiß, wovon ich spreche.

Wer mit nasser Buxe im Büro sitzt, hat erhebliche Wettbewerbsnachteile!

(meine eigene Feststellung im Büroalltag)

3. Hänge eine „Businessgarnitur“ ins Büro und ziehe dich dort um. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sich nach einer sportlichen Anreise frische Klamotten anziehen und sich dann der Arbeit zuwenden kann.

4. ggfs. kann man sein Fahrrad mit Winterreifen oder Spikes ausstatten.

Auch der ADFC hat in einem Dossier hierzu einige Tipps gegeben.

… lange Ampelphase!

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